Portal Vers. 3.8.1
Sie können ganz einfach Inhalte auf der Website finden, indem Sie die ersten Buchstaben oder den Begriff in das Suchfeld eingeben.
Die entsprechenden Ergebnisse werden Ihnen unterhalb der Suchbox angezeigt.

Gründercoaching / Förderung unternehmerischen Know-hows

Als Existenzgründer wird man schon gleich am Anfang gefordert und mit vielen Aufgaben konfrontiert. Man benötigt ein gewisses kaufmännisches Verständnis, man sollte strategisch denken können, Ahnung von Marketing und Vertrieb haben, sich auskennen in rechtlichen Belangen und auch praktische Dinge wie Buchhaltung und Rechnungserstellung erledigen können. Gleichzeitig muss man sich aber auch um das operative Geschäft kümmern. Das alles ist nicht immer einfach, besonders, wenn man hier und da noch Erfahrungen sammeln muss.
Um den Schritt in die Selbständigkeit zu erleichtern, gab es bis Dezember 2015 das "Gründercoaching Deutschland", das im Januar 2016 von dem neuen Förderprogramm "Förderung unternehmerischen Know-hows" abgelöst wurde. Dieses Programm ermöglicht Existenzgründern, bis zu zwei Jahre nach Ihrer Unternehmensgründung eine fachkundige Beratung mit finanzieller Bezuschussung durch den Staat in Anspruch zu nehmen. Auch darüber hinaus sind durch dieses Programm staatliche Zuschüsse möglich.

Alles zum neuen Förderprogramm

Um was geht es bei der "Förderung unternehmerischen Know-hows"?
Bis Dezember 2015 konnten Existenzgründer das KfW-Gründercoaching beantragen, um eine bezuschusste Beratung von Gründungsexperten in Anspruch zu nehmen, so dass der Gründer nicht die kompletten Beratungskosten selber zahlen musste.

Das Programm "Gründercoaching Deutschland" wurde jedoch Ende 2015 eingestellt und im Januar 2016 durch das neue Programm "Förderung unternehmerischen Know-hows" als bundesweite Beratungsförderung für kleine und mittlere Unternehmen sowie für freie Berufe ersetzt.

Neben dem bisherigen „Gründercoaching Deutschland" wurden auch die Programme „Runder Tisch" und „Turn-Around-Beratung" mit dem neuen Programm zusammengeführt, das zukünftig vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) umgesetzt wird. Das neue Förderprogramm können nur Gründer in Anspruch nehmen, die ihr Unternehmen schon gegründet haben. Wer sich schon vor der Unternehmensgründung beraten lassen möchte, kann im jeweiligen Bundesland eine Bezuschussung für eine Gründungsberatung in der Vorgründungsphase beantragen. Dabei kann Ihnen auch ein Gründungsberater helfen, den Sie über das Anfrageformular kontaktieren können.


Wer kann die "Förderung unternehmerischen Know-hows" in Anspruch nehmen?
Das Programm „Förderung unternehmerischen Know-hows" kann von jungen Unternehmen in Anspruch genommen werden, die noch nicht länger als zwei Jahre existieren, und von Bestandsunternehmern ab dem dritten Gründungsjahr. Aber auch unabhängig vom Unternehmensalter können Unternehmen den Zuschuss beantragen, wenn sie sich in einer Krise befinden und mit einer Beratung aus den Schwierigkeiten kommen wollen.

Als Voraussetzung für die Förderbeantragung muss es sich um ein kleines oder mittleres Unternehmen (max. 250 Mitarbeiter, max. 50 Mio. € Umsatz oder max. 43 Mio. € Bilanzsumme) mit Firmensitz in Deutschland handeln. Für Unternehmen in Schwierigkeiten müssen noch weitere Bedingungen erfüllt werden. Als Gründungszeitpunkt ist das Datum der Gewerbeanmeldung maßgebend bzw. das Anmeldedatum beim Finanzamt im Falle von Freiberuflern.

Überdies gibt es auch einige Ausschlusskriterien, die eine Teilnahme an dem Programm nicht zulassen, dazu zählen einige freie Berufe mit beratender Tätigkeit, wie z.B. Rechtsanwalt oder Steuerberater, Unternehmen, die sich im Insolvenzverfahren befinden, sowie gemeinnützige Unternehmen.


Welche Beratungsschwerpunkte werden mit dem Programm gefördert?
Das Programm "Förderung unternehmerischen Know-hows" legt gewisse Beratungsschwerpunkte fest. Dazu zählen zunächst alle Coaching-Leistungen zu organisatorischen, wirtschaftlichen, personellen und finanziellen Belangen, die dazu dienen, Unternehmensgründer zu mehr Wettbewerbsfähigkeit zu verhelfen. Darüber hinaus werden auch spezielle Themen gefördert, um strukturelle Ungleichheiten in einem Betrieb zu beheben, z.B. wenn das Unternehmen von Frauen, Migranten oder Behinderten geführt wird, oder um Mitarbeiter mit Migrationshintergrund oder Behinderung besser zu integrieren, oder um die Arbeit familien- oder altersgerecht zu gestalten, oder um einfacher Fachkräfte zu gewinnen und nicht zuletzt um das Umweltbewusstsein zu fördern.

Wenn sich Unternehmen in Schwierigkeiten befinden, können sie eine spezielle Beratung zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit in Anspruch nehmen und auch weitere darauf aufbauende Folgeberatungen.

Bei Bestandsunternehmen dürfen je Beratungsschwerpunkt nur fünf Tage angesetzt werden, die aber nicht aufeinander folgen müssen. Dies gilt jedoch nicht für Jungunternehmen oder Unternehmen in Schwierigkeiten, bei denen die Beratungsmaßnahmen über die gesamte Förderzeit von max. sechs Monaten durchgeführt werden können.

Es bestehen auch einige Ausnahmeregelungen, bei denen keine Beratungen gefördert werden. Zum Beispiel, wenn das Projekt bereits durch andere öffentliche Fördermittel bezuschusst wird, wenn hauptsächlich rechtliche, steuerliche oder versicherungsrelevante Themen im Vordergrund stehen, oder wenn es um den Vertrieb von Produkten oder Dienstleistungen geht etc.

Welche Arten von Beratungen genau gefördert bzw. nicht gefördert werden können, erfahren Sie bei einem qualifizierten Gründungsberater, den wir Ihnen gerne vermitteln.


Wie kann der Beratungszuschuss beantragt werden und wie hoch ist dieser?
Der Antrag auf eine Förderung der Gründungsberatung kann online über die Antragsplattform des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Dieser muss dann geprüft und genehmigt werden, bevor mit der entsprechenden Beratung begonnen werden kann.

Vor einer Antragstellung müssen Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten zunächst ein nachzuweisendes Gespräch mit einem Regionalpartner führen, in dem der Unternehmer über die Fördervoraussetzungen informiert wird sowie einige Hinweise für die anstehende Beratung erhält. Aber auch etablierte Unternehmer können, aber müssen nicht, dieses kostenlose Beratungsgespräch in Anspruch nehmen. Nachdem dieses Beratungsgespräch durchgeführt wurde, muss innerhalb von sechs Monaten der Verwendungsnachweis, der aus verschiedenen Dokumenten, wie Formulare, Bestätigungsschreiben und Beratungsberichte besteht, beim BAFA vorgelegt werden.

In Bezug auf die Kosten bzw. Höhe des Beratungszuschusses, muss der Antragsteller zur Inanspruchnahme der Förderung die Zahlung seines Eigenanteils nachweisen können, der sich zusammensetzt aus der Differenz zwischen den förderfähigen Beratungskosten und dem zu erwartenden Förderzuschuss.

Die Höhe des Beratungszuschusses richtet sich nach den maximal förderfähigen Beratungskosten und nach dem Unternehmensstandort. Dabei beträgt die Bezuschussung 80 % in den neuen Bundesländern (ohne Berlin und die Region Leipzig), 60 % in der Region Lüneburg, ansonsten 50 % und 90 % bei Unternehmen in Schwierigkeiten, egal wann sie gegründet wurden und wo sich der Unternehmensstandort befindet.


+ Wo kann man eine geförderte Existenzgründungsberatung in Anspruch nehmen?
Sie können die geförderte Gründungsberatung nur bei einem Berater in Anspruch nehmen, der für das Programm "Förderung unternehmerischen Know-hows" qualifiziert ist.
Dazu muss der Berater über die erforderlichen Fähigkeiten in Bezug auf die Planung, Durchführung, Überprüfung und Umsetzung der Arbeits- und Organisationsabläufe verfügen, um somit eine richtlinienkonforme Durchführung der Beratung gewährleisten zu können.

Über unser Anfrageformular vermitteln wir Ihnen gerne einen für das Förderprogramm zugelassenen Existenzgründungsberater, der Sie auch bei den einzelnen Schritten der Antragsstellung unterstützt und infolge die von der BAFA bewilligten Beratungsleistungen mit Ihnen durchführt.


Mehr Informationen zum Förderprogramm und Beratungstermin
Wenn Sie ein Gründer-Coaching in Anspruch nehmen möchten und noch weitere Informationen zu dem Förderprogramm "Förderung unternehmerischen Know-hows" benötigen, können Sie ganz einfach über das Anfrageformular einen Termin mit einem qualifizierten Gründungsberater in Ihrer Umgebung vereinbaren. Dieser beantwortet Ihnen ausführlich alle Fragen zu dem Programm, unterstützt Sie bei der Antragsstellung und führt im Anschluss das Gründer-Coaching mit Ihnen durch.
 

Please publish modules in offcanvas position.