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Nachrangdarlehen

Unter einem Nachrangdarlehen versteht man einen Kredit zur Finanzierung von Unternehmen. Im Falle eines finanziellen Ruins erhalten zuerst alle Gläubiger ihr Geld zurück und der Darlehensgeber wird erst ganz zum Schluss bezahlt. Dies stellt ein erhöhtes Risiko dar, weshalb Nachrangdarlehen auch oft teuer als andere Darlehen sind.

Für den Darlehensnehmer ist das Nachrangdarlehen jedoch von Vorteil, da es bei der Bilanzanalyse als wirtschaftliches Eigenkapital gewertet wird. Folglich wird sowohl die Eigenkapitalquote als auch das Unternehmensrating mit einem Nachrangdarlehen verbessert, sodass ein Unternehmen einfacher an Kredite mit guten Konditionen kommen kann.

Die Laufzeit von Nachrangdarlehen liegt meist zwischen fünf und fünfzehn Jahren, wobei der Kreditnehmer das Nachrangdarlehen entweder in mehreren Raten oder in einer Summe tilgen kann. Da diese Darlehensart nicht besichert ist und mit einer größeren Ausfallwahrscheinlichkeit einhergeht, liegen die Zinsen dafür recht hoch.

Existenzgründer bis zum dritten Jahr nach der Gründung können z.B. über ihre Hausbank bei der KfW-Bank ein Nachrangdarlehen wie das "ERP-Kapital für Gründung" beantragen. Dieses wird für eine Kredithöhe von bis zu 500.000 € bereitgestellt bei einer Laufzeit von 15 Jahren und 7 tilgungsfreien Jahren. Unternehmen erhalten das ERP-Kapital für Gründung mit einer 100 %-igen Haftungsfreistellung, d.h. dass die KfW-Bank 100 % des Kreditausfallrisikos anstelle der Hausbank übernimmt.

Über die weiteren Voraussetzungen und Konditionen für die Inanspruchnahme des KfW-Nachrangdarlehens können Sie sich auch bei einem Gründungsberater informieren, den Sie über unser Anfrageformular anfordern können.
 

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