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Industrie-und Handelskammer (IHK)

Bei einer Existenzgründung werden Sie in der Regel automatisch gesetzliches Mitglied der Industrie- und Handelskammer, der berufsständische Körperschaft öffentlichen Rechts, genauso wie alle anderen regionalen Unternehmen und Gewerbetreibenden. Nur die nicht im Handelsregister eingetragenen Landwirtschaften und Handwerksbetriebe sind bei dieser Regelung außen vor.

Die Aufgabe der bundesweit rund 80 IHKs ist es, die regionale Wirtschaft zu verwalten und die Interessen der Unternehmen bei den jeweiligen Landesregierungen und Kommunen sowie in der Öffentlichkeit und in der Politik zu vertreten.

Mitgliedschaft und Beitragshöhe

In der Regel ist jedes Unternehmen per Gesetz ein Pflichtmitglied in der IHK, die direkt nach der Gewerbeanmeldung vom Gewerbeamt über die Existenzgründung informiert wird. Ausgenommen von dieser Regelung sind z.B. landwirtschaftliche Betriebe, die nur landwirtschaftlichen Tätigkeiten nachgehen, handwerkliche Betriebe, wenn sie nichts anderes außer handwerkliche Tätigkeiten ausüben und Freiberufler, solange sie nicht als Kapitalgesellschaft gemeldet sind.

Bei einer Mitgliedschaft in der Industrie- und Handelskammer muss auch ein Beitrag gezahlt werden, der anhand eines Grundbeitrag und einer am Gewerbeertrag des Unternehmens bemessenen Umlage berechnet wird.

Der Mitgliedsbeitrag besteht aus dem Grundbeitrag sowie der Umlage auf der Basis des vom Finanzamt festgestellten Gewerbeertrags nach dem Gewerbesteuergesetz, hilfsweise dem nach dem Einkommensteuergesetz ermittelten Gewinn aus Gewerbebetrieb.

Es gibt jedoch auch bestimmte Regelungen, nach denen IHK-Mitglieder keinen Beitrag zahlen müssen. Dazu zählen kleinere Betriebe, wenn keine Eintragung im Handels- oder Genossenschaftsregister vorliegt und der jährliche Gewerbeertrag/-gewinn die Grenze von 5.200 € nicht überschreitet. Auch Existenzgründer können freigestellt werden, wenn sie natürliche Personen und nicht im Handelsregister eingetragen sind (also keine GbRs sind). In dem Fall muss sowohl in dem IHK-Geschäftsjahr, in dem das Unternehmen gegründet wird, und auch im darauffolgenden Jahr kein Beitrag gezahlt werden. Wenn der jährliche betriebliche Ertrag/Gewinn die beiden folgenden Jahre nicht über 25.000€ liegt, kann auch für diesen Zeitraum eine Befreiung erfolgen. Für Handwerksbetriebe gilt, dass sie bei einer Mitgliedschaft vom Beitrag befreit sind, wenn der Umsatz aus den nicht-handwerklichen Tätigkeiten 130.000€ nicht überschreitet.

Ob auch Ihr Unternehmen die Freistellungsvoraussetzungen erfüllt, klären Sie am besten mit einem Existenzgründungsberater, den Sie über unser Anfrageformular unverbindlich anfordern können.

Leistungen der IHK

Im Allgemeinen verfolgt die Industrie- und Handelskammer immer die Interessenvertretung der IHK-Mitgliedsunternehmen gegenüber dem Staat, den Landesregierungen und Kommunen.
Die Leistungen der IHK umfassen einige staatlich auferlegte hoheitliche Aufgaben. Hierzu zählen Berufsausbildung, Gutachtenerstellung für das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle), ), für staatliche Institutionen (z. B. bei Beantragung öffentlicher Fördermittel (IHK Businessplan) oder für Eintragungen im Handelsregister. Zudem hat die IHK noch Aufgaben hinsichtlich Inkrafttreten wirtschaftlicher Regelungen, wie Gewerbezulassungen, Wettbewerbsrecht, Beurkundungen / Beglaubigungen in der Außenwirtschaft, Gefahrgutfahrerschulung, Güterverkehrs-/Personenbeförderungsrecht und Sachverständigenwesen.
 

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