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Unternehmenskrise

Wenn ein Unternehmen schlecht läuft und die Existenz bedroht ist, kommen schnell Ängste auf, ob man das eigene Unternehmen noch retten kann. Hinzukommt, dass sich viele Unternehmer in einer Krisensituation überfordert fühlen und nicht so recht wissen, was sie genau tun müssen, um die Krise zu bewältigen. Es gibt aber keinen Grund zu verzweifeln, denn es haben schon viele Unternehmen eine existenzbedrohende Krise überstanden. Was im einzeln zu tun ist und worauf Sie achten müssen, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.
Ergänzend dazu sollten Sie sich auf jeden Fall auch mit einem Turn-Around-Berater zusammensetzen, der Sie in dieser schwierigen Situation unterstützt und Ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht.

Fragen und Antworten zum Thema Unternehmenskrise

Wie kann es zu einer Unternehmenskrise kommen?
Meistens entstehen Unternehmenskrisen schleichend und die ersten Frühwarnsignale werden nicht bemerkt. Erst wenn es zu Liquiditätsengpässen kommt wird die Krisensituation erkannt, aber dann ist es schon nicht mehr so leicht das Rad nochmal herumzudrehen.

Die Gründe, weshalb Unternehmen auf eine Krise zusteuern können, sind vielfältig. Dabei spielen sowohl interne als auch externe Entwicklungen und Ereignisse eine Rolle.
Intern kann es daran liegen, dass nicht mehr ausreichend Ressourcen in Bezug auf Kapital oder Know-how zur Verfügung stehen, die Führungskompetenz des Unternehmens mangelhaft ist oder die erforderliche Marktdurchdringung nicht mehr gegeben ist.
Zu den externen Ursachen zählen z.B. strukturelle Branchenveränderungen, technologische oder konjunkturelle Veränderungen sowie Rückgänge bei der Nachfrage.

Die Entstehung einer Unternehmenskrise lässt sich allgemein in vier Phasen unterteilen:
  • Die Strategiekrise: Hier bestehen strategische Missstände, da nicht rechtzeitig unternehmerische Erfolgspotenziale gebildet wurden. Dies ist z.B. der Fall, wenn das Produktportfolio schon vollständig ausgereift ist und keine neuen Ziele und Visionen erkennbar sind, worin viele Unternehmen aber möglicherweise noch keinen Handlungsbedarf sehen. Mögliche Maßnahme: Restrukturierung
  • Die Ertragskrise: In diesem Stadium wird es schon kritischer, da die Erträge stagnieren oder rückgängig sind, während die Lagerbestände wachsen. Zudem können keine neuen Investitionen mehr getätigt werden. Mögliche Maßnahme: Turnaround
  • Die Liquiditätskrise: Als Folge der ausbleibenden Erträge ist die Liquidität des Unternehmens nicht mehr gegeben und Rechnungen können nicht mehr bezahlt werden. Leider wird bei den meisten Unternehmen erst jetzt die Führungsebene wirklich aktiv und ergreift Maßnahmen zur Restrukturierung und Sanierung. Mögliche Maßnahme: außergerichtliche Sanierung
  • Die Insolvenz: Der ganze Prozess endet schließlich in der Insolvenz des Unternehmens, die mit einer Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung einhergeht. Mögliche Maßnahme: gerichtliche Sanierung

Je weiter die Krise schon fortgeschritten ist, umso schwieriger wird es dagegen zu steuern bzw. das Unternehmen wieder daraus zu holen. Besonders wenn die dritte Phase bereits erreicht ist, besteht nur noch ein kleiner Handlungsspielraum. Aber mit einer zielgerichteten und strukturierten Vorgehensweise lässt sich die Krise bekämpfen und eine Insolvenz abwenden.


Was ist generell bei der Krisenbewältigung zu beachten?
Um eine Krise bewältigen zu können, ist in erster Linie eine fähige Führungsebene erforderlich. Diese sollte u.a. in der Lage sein, den Mitarbeitern die notwendigen Veränderungen und Maßnahmen nachvollziehbar und akzeptabel zu vermitteln. Auch sollten die Mitarbeiter über die Sanierungsmaßnahmen auf dem Laufenden gehalten werden, um keine Unzufriedenheit aufkommen zu lassen.
Sicherlich müssen Kosten gesenkt und die Abteilungen neu organisiert werden, aber das ganze sollte nur so erfolgen, dass die einzelnen Unternehmensbereiche trotzdem noch in ihren Abläufen funktionieren können. Zudem gilt es alle Erfolgspotentiale zu nutzen, sei es durch neue Produkte oder durch modernere Technologien.
Überstürzte Maßnahmen sind hier fehl am Platz, denn das kann sich auch genau gegenteilig auf die gewünschte Entwicklung auswirken. Es reicht auch nicht aus, nur an den Schwachstellen des Unternehmens zu arbeiten, sondern neue profitable Bereiche sollten ausgebaut werden. Um ein Unternehmen wieder zu stabilisieren, muss auch die Sanierungsstrategie langfristig ausgelegt sein. Notfallmaßnahmen entspannen nur kurzfristig die Unternehmenssituation


Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein um ein Unternehmen retten zu können?
Um ein Unternehmen wieder aus der Krise herausführen zu können gibt es kein vorgefertigtes Schema, das man abarbeiten kann. Jedoch sollte das Unternehmen über einige Voraussetzungen und Fähigkeiten verfügen, die zum Erfolg führen können. Sollten diese nicht gegeben sein, können sie z.B. mithilfe eines Turn-Around-Beraters geschaffen werden.

Zu den Grundvoraussetzungen zählen:
  • Die fachliche Kompetenz zur Umsetzung der erforderlichen Schritte, wie z.B. die Turnaround-Analyse oder die Konzepterstellung.
  • Die Fähigkeit, möglichst schnell die wirtschaftliche Situation des Unternehmens zu erfassen, um zeitnahe Entscheidungen treffen und umsetzen zu können.
  • Leistungsfähige Führungskräfte sowie engagierte und motivierte Mitarbeiter, die nicht resignieren und verzweifeln, sondern alle zusammen den Willen haben, das Unternehmen wieder auf Erfolgskurs zu bringen.
  • Ebenso muss eine ausgeprägte Sozialkompetenz vorhanden sein, mit der alle wichtigen Personen mit ins Boot geholt werden, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens, die dazu beitragen können, die Krise zu bewältigen.
  • Es sollten Alleinstellungs¬merkmale vorhanden sein oder geschaffen werden, um sich mit seinen Produkten und seinem Know-how gegenüber der Konkurrenz auf dem Markt durchsetzen zu können.
  • Von Vorteil sind nicht zuletzt ein gewisses Verhandlungsgeschick und kreatives Denken, um für alle Beteiligten, also für das Unternehmen und seine Mitarbeiter sowie für Kapitalgeber und Aktionäre, eine Doppelsieg-Strategie zu finden.


Welche Turnaround-Maßnahmen können ergriffen werden?
Mit einem "Turnaround", also einer "Wende", versucht man ein Unternehmen, das sich in einer wirtschaftlichen Krisensituation befindet, aus der existenzgefährdenden Lage wieder in eine langfristig sichere Situation zu führen. Dazu müssen kurz-, mittel- und vor allem langfristige Ziele definiert werden.

Entsprechend gibt es für die Krisenbewältigung neben den Sofortmaßnahmen auch kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen.
  • Als Sofortmaßnahmen können nicht betriebsnotwendige Vermögenswerte verkauft werden, die Lagerbestände durch preiswerte Verkäufe abgebaut werden, eine Bareinlage oder ein Gesellschafter-Darlehen in Anspruch genommen werden, noch nicht bezahlte Forderungen eingefordert werden, eventuell vorhandene Reserven ausgeschöpft und alle laufenden Aufträge stornieren werden.
  • Kurzfristige Maßnahmen könnten so aussehen, dass man das Rechnungswesen und Controlling optimiert, ein effizientes Forderungsmanagement aufbaut, in Verhandlungen mit Factoring-Unternehmen tritt, mit Lieferanten und Kreditinstituten ein Stillhalteabkommen vereinbart und feststellt, ob eventuell Förderprogramme in Anspruch genommen werden können.
  • Zu den mittelfristigen Aufgaben gehört die Senkung aller betrieblichen Kosten, die Optimierung der Vertriebsorganisation, die Reduzierung der Lohnkosten durch eine leistungsbezogene Bezahlung, der Abbau der Lagerbestände und die Verbesserung des Einkaufs z.B. durch Kooperationen mit anderen Unternehmen.
  • Um einen konstanten Erfolg sicherzustellen, sollten insbesondere langfristige Maßnahmen ergriffen werden. Hierzu kann man überlegen, ob es Sinn machen könnte den Unternehmensstandort zu verlagern oder mit anderen Standorten zusammen zu legen, neue Produkte zu entwickeln oder modernere Produktionsverfahren zu nutzen, die Gesellschafterstruktur anzupassen, mögliche Chancen und Risiken für die Zukunft zu ermitteln oder neue, z.B. internationale, Märkte zu erschließen.


Weitere Informationen und Hilfe bei der Krisenbewältigung
Falls auch Ihre Firma in einer Unternehmenskrise steckt, aus welchen Gründen auch immer, können Sie bei uns noch tiefergehende Informationen zur Krisenbewältigung erhalten. Darüber hinaus besteht für Sie auch die Möglichkeit, sich direkt mit einem Turn-Around-Berater in Verbindung zu setzen, der sich Ihre Unternehmenssituation genauer ansehen kann, um Ihnen dann Möglichkeiten und Maßnahmen aufzuzeigen, wie Sie Ihr Unternehmen wieder zu einem dauerhaften Erfolg führen können.
Vereinbaren Sie dazu einfach einen Termin über das Anfrageformular.
 

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