Portal Vers. 3.8.1
Sie können ganz einfach Inhalte auf der Website finden, indem Sie die ersten Buchstaben oder den Begriff in das Suchfeld eingeben.
Die entsprechenden Ergebnisse werden Ihnen unterhalb der Suchbox angezeigt.

Arten von Beteiligungsfinanzierungen

Private Beteiligungsgesellschaften
Bei Beteiligungsgesellschaften handelt es sich um Unternehmen, die keine Produkte oder Dienstleistungen anbieten, sondern Gewinne erzielen, indem sie Beteiligungen an anderen Unternehmen aus Branchen aller Art erwerben, diese halten oder verkaufen.
Die Organisation dieser Gesellschaften kann ganz unterschiedlich gestaltet sein. Es geht es Ihnen dabei vorrangig nur um die Beteiligung am Kapital der Gesellschaft.
In der Regel ist es so, dass Beteiligungsgesellschaften nicht auf eine Mehrheitsbeteiligung abzielen, sondern eine sogenannte Minderheitsbeteiligung suchen, die sich nach dem jeweiligen Gewinn richtet. Beteiligungsgesellschaften sind auch mit Investmentgesellschaften oder Immobilienaktiengesellschaften vergleichbar.
Allerdings unterscheiden sie sich von Holdings, die ein Mutterunternehmen und ein oder mehrere Tochtergesellschaften haben. Dabei bildet das Mutterunternehmen den einheitlich geführten Konzern und in der Konzernrechnung werden sowohl die Abschlüsse der Mutter- als auch der Tochterorganisation zusammengefasst.
Die Tätigkeiten der behördlich anerkannten Beteiligungsgesellschaften werden durch das Gesetz über Unternehmensbeteiligungsgesellschaften beaufsichtigt.

Family Offices
Unter dem englischsprachigen Begriff "Family Office" versteht man eine Dienstleistung oder eine Organisationsform zur Verwaltung privater Großvermögen.
Dies kann auf zwei Art geschehen, entweder in Form von familieneigenen Gesellschaften, die das Familienvermögen bündeln und verwalten oder in Form von außenstehenden Gesellschaften oder Banken, die dafür entsprechende Finanzdienstleistungen bereitstellen.
Ein sogenanntes Single Family Office für die eigene Familie kümmert sich um Kernfunktionen wie die Beaufsichtigung der Wertentwicklung von Depots. Wenn es um Anlagestrategien geht, werden meist Multi Family Offices damit beauftragt.
In Deutschland gibt es Family Offices erst seit den 80ern, werden aber zunehmend gefragter. Das Interesse steigt vor allem deshalb, weil traditionelle Banken und Vermögensverwalter aufgrund ihres eingeschränkten Leistungsspektrum nicht mit den Leistungen von Family Offices mithalten können. Neben einer individuellen Anlageberatung verwalten diese nämlich generationenübergreifend auch komplexe Besitztümer wie Immobilien, Aktien, Firmenbeteiligungen oder Kunstsammlungen und Ländereien. Zudem bereiten sie Unternehmensverkäufe und Firmennachfolgen vor und beraten in Steuer-, Rechts- und Erbschaftsangelegenheiten. Hinsichtlich der Vermögensverwaltung können Family Offices ganzheitliche Strategien umsetzen in Abstimmung mit dem Firmenbesitz.
Einige Family Offices investieren auch gezielt in Startups, junge Unternehmen und bestehende Unternehmen, um das Geld der Geldgeber zu mehren. Dadurch erhalten die Unternehmen, an denen eine Beteiligung eingegangen wird, in der Regel langfristig Eigenkapital oder Eigenkapital-ähnliche Mittel zur Verfügung gestellt.
Im Gegensatz zu den hohen Gebühren bei Banken oder anderen Vermögensverwaltungen, verlangen Family Offices nur geringe jährliche Gebühren.

Private Equity
Beim Private Equity, dem außerbörslichen Eigenkapital, handelt es sich um eine Art von Beteiligungskapital, das in nicht börsennotierte Unternehmen investiert wird. Dabei wird von privaten oder institutionellen Anlegern Eigenkapital bereitgestellt, mit dem Private Equity-Gesellschaften für einen festgelegten Zeitraum Unternehmensanteile erwerben, um auf diese Weise eine finanzielle Rendite zu erzielen.

Die Kapitalgeber sind meist Kapitalbeteiligungsgesellschaften, die sich auf diese Art von Beteiligung spezialisiert haben. Die Investition erfolgt in der Regel über einen Private Equity Fonds, der sich an Unternehmen beteiligt, die sich in der Startphase, in der Wachstumsphase, beim Turnaround oder im Verkauf von Geschäftsteilen befindet.
Im Zusammenhang mit private Equity wird auch oft von Venture-Capital-Gesellschaften gesprochen, einer Unterform des Private Equity, die innovativen Startup-Unternehmen ein Wagniskapital bereitstellen, auch wenn das Investitionsrisiko zwar groß ist, aber die Wachstumschancen des Unternehmens klar erkennbar sind.

 

Please publish modules in offcanvas position.