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Agentur für Arbeit

Wenn Sie ein Unternehmen gründen möchten und bis dahin arbeitslos waren, werden Sie von der Agentur für Arbeit dabei in Form eines Gründerzuschusses unterstützt. Dazu müssen Sie jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllen, wie z.B. eine kompetente Darlegung Ihres Vorhabens, ein professionell erstellter Businessplan etc. Mit dem Gründungszuschuss werden Sie bis zu 15 Monate finanziell unterstützt, damit Ihr Lebensunterhalt während der Gründungsphase gesichert ist.

Die Bundesagentur für Arbeit kommt auch dann ins Spiel, wenn Sie in Ihrem Unternehmen Mitarbeiter beschäftigen möchten. Denn dazu muss bei der Agentur für Arbeit die erforderliche Betriebsnummer beantragt werden. Sie können in dem Zuge auch den Einstellungszuschuss in Anspruch nehmen, wenn Ihre Angestellten die entsprechenden Kriterien dafür erfüllen.

Mit Gründungszuschuss raus aus der Arbeitslosigkeit

Wer diese finanzielle Hilfe in Anspruch nehmen kann
Der Gründungszuschuss wird Arbeitnehmern gewährt, die bis zur Gewerbeanmeldung einen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben, der bei Beginn der Selbstständigkeit noch mindestens 150 Tage andauert, und nicht bloß eine sogenannte „kurze Anwartschaftszeit“ darstellt nach § 147 Abs. 3 SGB III. Nähere Informationen dazu erhalten Sie auch von einem Existenzgründungsberater, den Sie über das Anfrageformular anfordern können.

Der Erhalt des Gründerzuschusses ist maximal bis zum vollendeten 64. Lebensjahr möglich. Zudem müssen auch die folgenden Bedingungen erfüllt werden:

Wenn bei einer früheren Existenzgründung bereits eine Förderung in Anspruch genommen wurde, müssen mindestens 24 Monate zwischen dem Ende der letzten Förderung und der Beantragung des Gründerzuschusses liegen.
Die selbstständige Tätigkeit muss mindestens 15 Stunden in der Woche ausgeübt werden, um die Arbeitslosigkeit zu beenden.

Zudem muss die notwenige Qualifikation für die Tätigkeit und unter Beweis gestellt werden, ebenso wie die Tragfähigkeit der Existenzgründung. Dies kann in Form einer fachkundigen Stellungnahme geleistet werden, z.B. durch berufsständische Kammern, die IHK, Fachverbände etc.
Grundsätzlich kann für jede Art der Existenzgründung ein Gründungszuschuss beantragt werden, nicht nur bei einer Neugründung, sondern auch wenn aus einer nebenberuflichen Selbständigkeit eine hauptberufliche wird, bei einer Unternehmensübernahme, einer Ausgründung oder auch bei einer tätigen Beteiligung.

Weniger relevant für den Erhalt des Gründerzuschusses ist die Rechtsform des Gewerbes. Der Gründerzuschuss kann für ein Einzelunternehmen genauso beantragt werden wie für eine Kapital- oder Personengesellschaft. Für Gesellschaften gilt allerdings, dass derjenige der als Existenzgründer den Gründungszuschuss beantragt zum einen in dem Unternehmen kaufmännisch mitwirkt und zum anderen wenigstens die Hälfte der Unternehmensanteile bzw. eine Sperrminorität (anteilsunabhängig) besitzt. Um die Gefahr zu vermeiden, mit anderen rechtlichen Bestimmungen in Konflikt zu geraten, sollte der Gründer auf jeden Fall 25% der Anteile besitzen.


Definition und Höhe des Gründungszuschusses
Bei der Inanspruchnahme des Gründerzuschusses erhält man ab Beginn der Selbstständigkeit für einen Zeitraum von 6 Monaten neben dem aktuellen Arbeitslosengeld I noch zusätzlich 300 € für Sozialversicherungsbeiträge. Dabei sollte man im Monat vor der Existenzgründung genau auf die Höhe des Arbeitslosengeldes achten, da sich dieses aufgrund anrechenbarer Nebenverdienste verringert haben könnte und dann die Bemessungsgrundlage für den Gründerzuschuss darstellt.

Nach Ablauf der 6 Monate, kann der Zuschuss zur Sozialversicherung nochmal für 9 Monate neu beantragt werden. Dazu müssen Sie die Agentur für Arbeit zunächst über den Entwicklungstand Ihres Betriebes informieren. Je nachdem wie die Beurteilung Ihres Unternehmens durch die Arbeitsagentur ausfällt entscheidet sich, ob Sie die weiteren Zuschuss-Zahlungen erhalten.

Wenn Sie z.B. ein Arbeitslosengeld von 1.200 € im Monat beziehen und alle Bedingungen für die Beantragung des Gründerzuschusses erfüllen, so bekommen Sie zusätzlich für 6 Monate 300 €, also insgesamt 1.500 € im Monat. Wenn Ihnen der Gründerzuschuss für weitere 9 Monate genehmigt wird, erhalten Sie für diesen Zeitraum weiterhin die 300 € pro Monat. Sie werden also ab Ihrer Existenzgründung für 15 Monate bezuschusst in Höhe von insgesamt 11.700 € ohne eine Rückzahlungspflicht.


Beantragung des Gründungszuschusses
Für die Beantragung des Gründerzuschusses müssen Sie einige Unterlagen bei der Agentur für Arbeit einreichen.

Dazu gehören neben den richtig ausgefüllten Antragsformularen die Gewerbeanmeldung, der Lebenslauf, die bereits erwähnte fachkundige Stellungnahme, ein professionell erstellter Businessplan (bestehend aus einer detaillierten Darstellung des Vorhabens bezüglich Rechtsform und Standort des Unternehmens, Fachkenntnisse, Angebotskonzeption, Markt- und Wettbewerbsanalyse, Zielgruppenfestlegung, Preisgestaltung, Marktzugangsstrategie, Ermittlung des Kapitalbedarfs, Rentabilitäts- und Liquiditätsplanung und Finanzierungsplan), und die Angabe des Grundes für die letzte Geschäftsauflösung.

Da es bei einer Existenzgründung vieles zu tun und zu beachten gibt, sollten Sie sich von einem kompetenten Gründungsberater bei der Aufbereitung der erforderlichen Unterlagen unterstützen lassen, um den Gründerzuschuss korrekt zu beantragen. Über das Anfrageformular können Sie ganz einfach einen Termin mit einem solchen Berater vereinbaren. Dieser informiert Sie auch ganz ausführlich über die Voraussetzungen für den Bezug des Arbeitslosengeldes und den eventuellen Sperrzeiten (12 Wochen kein Arbeitslosengeld ), über das Einstiegsgeld für Gründer aus ALG II, das bezuschusste Förderprogramm "Förderung unternehmerischen Know-hows", die fachkundige Stellungnahme oder darüber, wie Sie auch schon während des Arbeitslosengeldbezugs in die Selbständigkeit starten können.

Über die Betriebsnummer

In welchen Fällen eine Betriebsnummer erforderlich ist
Sobald Sie in Ihrem Unternehmen Mitarbeiter einstellen möchten, benötigen Sie die achtstellige Betriebsnummer, die zur Anmeldung des Beschäftigten bei der entsprechenden Krankenkasse notwendig ist. Das gilt ebenso für geringfügig Beschäftigte auf 450 Euro-Basis.

Desweiteren werden auch die Beitragszahlungen zur Sozialversicherung (Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung) Ihrer Angestellten anhand dieser Nummer abgewickelt.

Bei der Übernahme eines Unternehmens müssen Sie allerdings neue Betriebsnummern beantragen, da die alten dann an Gültigkeit verlieren.


Beantragung der Betriebsnummer
Für die Beantragung der Betriebsnummer gibt es den von der Agentur für Arbeit eingerichteten Betriebsnummern-Service (BNS).

Alles über den genauen Ablauf der Beantragung und wann diese in Ihrem Unternehmen am sinnvollsten ist, erfahren Sie in einer Existenzgründungsberatung, für die Sie über das Anfrageformular einen Termin vereinbaren können. Der Gründungsberater beantwortet Ihnen darüber hinaus auch weiterführende Fragen, z.B. wo und wie Sie geeignete Mitarbeiter finden, ob es eher Sinn macht Minijobber, freie oder sozialversicherungspflichtige Mitarbeiter zu beschäftigen, welche Einstellungsarten es generell gibt und welche Einstellungszuschüsse für Existenzgründer bereitgestellt werden.

Auch zu den Themen Lohnsteuer, Arbeitsrecht und Relevanz der Berufsgenossenschaft können Sie sich in der Gründungsberatung ausführlich informieren lassen.
 

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