Portal Vers. 3.8.1
Sie können ganz einfach Inhalte auf der Website finden, indem Sie die ersten Buchstaben oder den Begriff in das Suchfeld eingeben.
Die entsprechenden Ergebnisse werden Ihnen unterhalb der Suchbox angezeigt.

Förderdarlehen bei einer Existenzgründung

Wenn Existenzgründer die passende Geschäftsidee gefunden haben, benötigen sie meist finanzielle Unterstützung, damit sie ihre Idee auch umsetzen können. Dazu stehen Existenzgründern und jungen Unternehmen eine Vielzahl an Fördermitteln- und -programmen zur Verfügung. Neben öffentlichen Zuschüssen zur Existenzgründung gibt es auch noch weitere Finanzierungsmöglichkeiten, wie Bankdarlehen, Leasing, institutionelle Investoren oder Factoring.

Hier erhalten Sie einige Informationen darüber, welche Fördermittel es gibt und wie Sie diese für Ihr Vorhaben beantragen können. Wenn Sie dabei Hilfe benötigen, haben Sie auch die Möglichkeit über das Anfrageformular einen Gründungsberater zu kontaktieren, der Ihnen zu den notwendigen Finanz- und Fördermitteln verhilft.

Alles zum Thema Fördermittel

Was versteht man unter einem Förderdarlehen?
Wenn man sich selbständig machen und ein Unternehmen gründen will, benötigt man in der Regel Kapital, das meist nicht ausreichend in Form von Eigenkapital vorhanden ist. Somit wird eine Finanzierung benötigt, die Gründer über spezielle Förderprogramme von Städten, Bund und Ländern sowie von der Europäischen Union in Anspruch nehmen können.

Allerdings beinhalten diese Förderdarlehen keine geschenkten Gelder, wie das Wort "Förderung" zunächst vermuten lässt. Bei Förderdarlehen handelt es sich um Kredite, die speziell nur für Vorhaben vergeben werden, die sonst nicht mit herkömmlichen Krediten zu finanzieren sind, weil z.B. die nötigen Sicherheiten fehlen und das Risiko für die Bank zu hoch wäre.

Da man aber in Deutschland Neugründungen oder Unternehmensexpansionen fördern möchte, werden spezielle Förderdarlehen für Gründer bereitgestellt mit besseren Konditionen als bei konventionellen Krediten. Dennoch muss auch ein Förderdarlehen einschließlich Zinsen zurückgezahlt werden.

Um einen derartigen Förderkredit zu bekommen, muss ein Antrag mit einem sorgfältig ausgearbeiteten Businessplan gestellt werden, damit die Banken von dem Vorhaben überzeugt werden können und sie das Darlehen gewähren. Relativ viele Kreditanträge werden abgelehnt, nur weil sie nicht gut vorbereitet waren. Dabei kann Ihnen jedoch ein Gründungsberater helfen, der mit seiner Erfahrung genau weiß, auf was es bei der Beantragung von Förderdarlehen ankommt und was dafür benötigt wird. Über unser Anfrageformular können Sie mit einem Berater in Ihrer Nähe in Kontakt treten und einen Termin vereinbaren.


Welche Förderdarlehen und Förderprogramme gibt es?
Existenzgründern und jungen Unternehmen stehen vom Staat oder von Förderbanken eine Vielzahl an Fördermitteln- und -programmen zur Verfügung.

Die bundesweite Hauptvergabestelle für Fördergelder zur Existenzgründung ist die KFW-Förderbank. Mit dem KFW-Gründerkredit können die notwendigen Investitionen und Anschaffungen der Betriebsmittel getätigt werden. Gründer können dieses Förderdarlehen über ihre Hausbank beantragen.
Neben der KFW-Bank gibt es auch noch in jedem Bundesland Förderbanken, die eigenständig tätig sind und unterschiedliche Förderprogramme für Existenzgründer bereitstellen.
In manchen Fällen können Existenzgründer jedoch nicht genügend Sicherheiten für einen Kredit der Hausbank der Förderbank vorweisen. Hier bietet sich dann eine Bürgschaft über eine Bürgschaftsbank für die Finanzierung an, sodass trotz fehlender Sicherheiten Fördermittel in Anspruch genommen werden können.
Die Förderbanken auf Länderebene verhelfen Existenzgründern darüber hinaus auch zu Kapital durch die Zusammenarbeit mit landeseigenen Beteiligungsgesellschaften, die Existenzgründern Venture Capital zur Verfügung stellen um sie zu fördern. Die Konditionen sind hierbei meist etwas besser als bei den privaten Venture Capital Inverstoren.
Neben den Förderdarlehen, die in jedem Fall zurückgezahlt werden müssen, gibt es auch Förderungszuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen, wie z.B. das KFW Gründercoaching oder der Gründerzuschuss.
Ein weiteres Fördermittel für junge Existenzgründer ist das EXIST Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, mit dem Hochschulstudenten ihre Ideen umsetzen können.
Überdies werden auch von der BAFA, dem Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle, Fördergelder für Projekte im Bereich erneuerbare Energien bereitgestellt sowie von der Europäischen Union, die z.B. die Gründer von Kleinunternehmen mit ihren Förderprogrammen unterstützt.

Wenn Sie wissen möchten, welches der unzähligen Programme für Fördermittel und Bezuschussungen für Ihre Existenzgründung in Frage kommt oder wenn Sie Hilfe bei der Beantragung von Fördermitteln der EU in Brüssel benötigen, dann können Sie über das Anfrageformular die gewünschte Unterstützung durch einen Fachberater anfordern.


Was sind Förderdarlehen mit Haftungsfreistellung?
Wenn Existenzgründer bei der Beantragung eines Förderkredites bei der Hausbank nicht genügend Sicherheiten vorweisen können, kann die Bank dennoch bereit sein, den Kredit zu gewähren, da sie aufgrund der Haftungsfreistellung ein geringeres Ausfallrisiko trägt.

Unter einer Haftungsfreistellung im Zusammenhang mit Förderdarlehen versteht man, dass es in einem Förderprogramm einen haftungsfreien Darlehensanteil gibt, in dessen Höhe die Hausbank von ihrem Haftungsrisiko freigestellt ist. Allerdings ist der Unternehmensgründer dennoch zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens verpflichtet.
Mit dieser Haftungsfreistellung für die Bank, können Gründer bei der Bank einen zinsgünstigen Kredit bekommen, auch wenn nur wenig Sicherheiten vorhanden sind. Die Höhe der Haftungsfreistellung beträgt dabei zwischen 50 bis 80 %, teilweise auch bis 100 % der Gesamtsumme.
Wenn nun ein Unternehmen pleitegeht, greift die Hausbank zunächst auf alle Vermögensteile des Gründers zur Darlehensrückzahlung zu. Falls noch ein Restbetrag offenbleibt, wird dieser zwischen der Hausbank und der Förderbank entsprechend der vereinbarten Haftungsfreistellung aufgeteilt.
Auf diese Art und Weise tun sich Banken leichter, Kredite auch an Unternehmensgründer zu vergeben, die der Bank nur wenig Sicherheiten bieten können.


Gibt es unterschiedliche Fördermittel entsprechend der Unternehmensphase?
Je nach Entwicklungsstand des Unternehmens, wird eine Vielzahl an Förderprogrammen und Fördermitteln zur Verfügung gestellt.
Für Unternehmen, die erst noch gegründet werden oder innerhalb von bis zu fünf Jahren gegründet worden sind, gibt es Förderdarlehen für die Existenzgründung, z.B. in Form des KfW Gründerkredites, der sogar bis zu drei Jahre nach der Gründung in Anspruch genommen werden kann.
Wenn ein Unternehmen schon länger als fünf Jahre besteht und sich nun in der Wachstumsphase befindet, werden hier spezielle Fördermittel für Investitionen und Weiterentwicklungen bereitgestellt. Im Gegensatz dazu gibt es auch für Unternehmen, die auf eine Unternehmenskrise zu steuern oder sich schon in einer befinden, wiederum rettende Förderprogramme, die eine Zuhilfenahme eines Turn-Around-Beraters bezuschussen. Weitere Fördermittel gibt es auch für bestimmte Branchen oder speziellere Vorhaben. So werden z.B. Projekte gefördert, bei denen es schwerpunktmäßig um die Energieeffizienz geht. Und auch für den Fall, dass eine Unternehmensnachfolge geplant ist, gibt entsprechende Fördermittel zur Regelung der Nachfolge.

In welcher Unternehmensphase Sie sich derzeit auch befinden, es gibt für jede die passenden Fördermittel. Informieren Sie sich dazu einfach bei einem Existenzgründungsberater, den Sie über das Anfrageformular ganz unverbindlich anfordern können.


Wie bereitet man sich auf einen Banktermin vor, um ein Förderdarlehen zu beantragen?
Ohne das notwenige Startkapital wird es schwierig mit der Existenzgründung. Es gibt nur wenige Geschäftsideen, die ohne Kapital realisiert werden können, jedoch ist das Eigenkapital oft nicht ausreichend um seine Pläne in vollem Umfang zu verwirklichen.
Der erste Weg führt bei den meisten Unternehmensgründern noch immer zur Bank. Auch wenn diese Finanzquelle manchmal kritisch betrachtet wird, so erhalten dennoch viele Existenzgründer ein Darlehen bei der Bank.

Wie bei einem Bewerbungsgespräch sollten Sie auch gut vorbereitet in ein Bankgespräch gehen, denn einfach wird es sicher nicht, wenn man sich nicht an gewisse Vorgaben hält. Schließlich muss sich die Bank an gesetzliche Vorgaben halten und vergibt Kredite nicht nach persönlicher Sympathie oder Laune, sondern aufgrund der vorliegenden Fakten und Zahlen, die gemäß den strengen Bankrichtlinien betrachtet werden. Wenn Sie sich aber dessen schon im Vorfeld bewusst sind, erhöhen Sie auch Ihre Chancen, die Bank mit der Finanzierung in der Tasche zu verlassen. Am besten lassen Sie sich von einem Gründungsberater coachen, der Sie optimal auf den Banktermin vorbereitet und Sie auf Wunsch auch dorthin begleiten kann.

Ein durchdachter Businessplan ist letztendlich ausschlaggebend bei der Kreditvergabe. Das Konzept muss darin überzeugend und stichhaltig präsentiert werden, ebenso wie die Marketingstrategie und die Rentabilität der Geschäftsidee. Natürlich ist die Bank besonders an den wirtschaftlichen Zahlen des Vorhabens interessiert. Hier können Sie punkten und Ihr wirtschaftliches Denken unter Beweis stellen, wenn Sie die finanzielle Seite sauber ausgearbeitet haben.

Sie als Gründerperson werden besonders von der Bank beäugt, sowohl was ihren Lebenslauf mit Zeugnissen anbelangt, als auch Ihr Verhalten während des Gesprächs. Von Vorteil wäre es, wenn sich Ihre berufliche Entwicklung irgendwo in Ihrem Geschäftsvorhaben wiederspiegelt und Sie kein komplettes Neuland betreten. Wenn Sie sich im Tierschutz engagieren und Pelzwaren verkaufen möchten, wird man Ihre Pläne eher skeptisch betrachten, daher sollten Sie in so einer Situation auf kritische Fragen vorbereitet sein und überzeugend Ihre Qualifizierung darlegen können.

In dem Gespräch mit der Bank sollten Sie die Balance finden, sich einerseits begeistert von Ihrer Idee zu präsentieren, um den Berater zu überzeugen, und andererseits aber nicht zu übertreiben, sondern sich plausibel und professionell darstellen. Versuchen Sie nicht, sich zu verstellen und überzeugen Sie Ihr Gegenüber einfach mit Ihrer Person und Ihrem Businessplan.

Eins ist klar, keiner verleiht gerne Geld mit dem Wissen, es möglicherweise nie mehr wieder zu sehen. Auf der einen Seite gibt es Business Angels, die zu einer finanziellen Investition bereit sind, weil sie von Ihrem Vorhaben überzeugt sind. Auf der anderen Seite stehen die Banken, die sowohl von der Idee zu überzeugen sein müssen als auch eine belegbare Rückzahlungssicherheit haben wollen, bevor sie investieren. Entscheidend bei der Vergabe des Darlehens durch die Bank ist ganz einfach Ihre Kreditwürdigkeit. Dazu überprüft die Bank verschiedene Faktoren, wie Ihr Privatvermögen und Ihre Kontoführung. Auch die Schufa wird abgefragt, um sich ein besseres Bild von Ihnen zu machen. Je nach Kredithöhe ist es besonders von Vorteil, wenn Sicherheiten vorhanden sind, die Sie der Bank in Form von privaten Bürgschaften, Lebensversicherungen oder Grundbucheinträgen bieten können. Sieht es in dieser Hinsicht eher mager bei Ihnen aus, so können alternativ auch Fördermittel oder die Bürgschaftsbank hinzugezogen werden, um als Bürgen für Ihr Darlehen zu fungieren.

Je nach Höhe der notwendigen Investitionssumme benötigen Sie auch ein gewisses Eigenkapital. Mit Ihren Ersparnissen und Rücklagen stellen Sie unter Beweis, wie wichtig Ihnen Ihr Vorhaben ist, und dass Sie dieses auch aus eigener Tasche finanziell unterstützen wollen. Der Bank gegenüber sollten Sie daher nicht weniger als 20 Prozent an Eigenkapital vorweisen können. Das kommt auch Ihnen selbst zu Gute, um sich, gerade am Anfang, vor einer Überschuldung zu schützen. Wenn es Ihnen an Eigenkapital mangelt, gibt es noch die Möglichkeit das ERP-Kapital für Gründung in Anspruch zu nehmen, welches sowohl in der Bilanz als auch bei der Bank als Eigenkapital zählt.

Auch wenn Sie gerne Fördermittel in Anspruch nehmen möchten, so erfolgt die Antragstellung in jedem Fall über Ihre derzeitige Hausbank, also nach dem Hausbankprinzip. Die Beantragung muss jedoch schon vor der Umsetzung Ihres Vorhabens erfolgen. Nachdem Sie der Bank Ihre Geschäftsidee überzeugend vorgestellt haben, beurteilt diese, ob und die Bedingungen für das Förderprogramm erfüllt werden und übergibt den Antrag anschließend an die Förderbank. Diese wird Ihr Vorhaben nochmals unter die Lupe nehmen, bevor Sie den Antrag bewilligt und das Verfahren zur Genehmigung des Kredits durch Ihre Hausbank eingeleitet werden kann.


Wo kann man Fördermitteln beantragen und wer kann dabei helfen?
Wer öffentliche Fördermittel für seine geplante Existenzgründung beantragen will, kann dies auf drei verschiedenen Ebenen tun: in den einzelnen Bundesländern, beim Bund oder bei der EU.

Auf Länderebene muss das Förderprogramm bei der zuständigen Stelle des jeweiligen Bundeslandes beantragt werden. Dies sind in der Regel die unterschiedlichen Ministerien, wie z.B. das Forschungs-, Wirtschafts-, Sozial- oder Arbeitsministerium, die jeweils noch in sich gegliedert sind, so dass es regionale Stellen für die Beantragung gibt.
Die Förderprogramme des Bundes müssen wiederum bei den zuständigen Stellen des Bundes beantragt werden. Eines der wichtigsten Bundesprogramme ist der zinsgünstige Förderkredit für Existenzgründer bei der KFW-Bank. Wobei dieser Förderkredit nicht bei der KFW-Bank direkt, sondern über die Hausbank beantragt werden muss, die zunächst den Businessplan überprüft und dann alles Notwendige in die Wege leitet.
Und schließlich werden auch noch Fördermittel von der Europäischen Union für Existenzgründer zur Verfügung gestellt. Hier gibt es zum einen Förderprogramme, welche direkt bei den zuständigen Behörden in Brüssel beantragt werden können und zum anderen Förderprogramme, bei denen man an ein vorgegebenes Rahmenkonzept der EU gebunden ist.

Im Prinzip gibt es in Deutschland keine zentralen Stellen zur Beantragung von öffentlichen Fördermitteln, da für jedes Programm unterschiedliche Institutionen zuständig sind und auch die Antragsverfahren sehr unterschiedlich sind. Daher sollten Existenzgründer sich an einen professionellen Gründungsberater wenden, der gemeinsam mit dem Gründer ermitteln kann, welches Förderprogramm für ihn in Frage kommt und der anschließend auch bei der teilweise recht komplizierten Beantragung der Fördermittel behilflich ist.


Mehr über Förderdarlehen und Förderprogramme erfahren
Wenn Sie mehr über die verschiedenen Förderprogramme und Förderdarlehen erfahren möchten oder Hilfe bei der Beantragung benötigen, dann können Sie sich einfach über unser Anfrageformular mit einem für Sie geeigneten Gründungsberater in Verbindung setzen.
Dieser steht Ihnen mit seiner fachlichen Kompetenz, seinen Erfahrungen aus einer Vielzahl an Beratungsgesprächen und mit umfangreichen Informationen zu Fördermitteln unterstützend zur Seite, so dass Sie schon bald Ihr notwendiges Kapital erhalten werden.
 

Please publish modules in offcanvas position.