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Handelsregister

Im Handelsregister sind alle rechtserheblichen Informationen über Unternehmen aufgeführt und auch gebührenfrei von Ihnen oder Geschäftspartnern einsehbar.
In diesem amtlichen Verzeichnis findet man u.a. die folgenden Unternehmensdaten:
den Namen des Inhabers bzw. des persönlich haftenden Gesellschafters einer Personengesellschaft, die Hauptniederlassung, die Prokura, das Stammkapital (GmbH) und die Einleitung eines Konkursverfahrens oder Löschung des Unternehmens. Die publikationspflichtigen Daten finden Sie auch auf https://www.unternehmensregister.de/ureg/

Bei einem Eintrag in das Handelsregister gelten für das Unternehmen die strengen Regeln des Handelsgesetzbuches. Ebenso ist das Unternehmen zur Buchführung verpflichtet, um genaue Angaben zum aktuellen Vermögensstand und den Handelsgeschäften machen zu können.

Im Handelsregister gibt es zwei Unterteilungen:
  1. Zum einen die Abteilung A, in der alle natürlichen Personen und Personengesellschaften aufgeführt sind, sprich oHG, KG und eingetragene Kaufleute.
  2. Zum anderen die Abteilung B, in der die Daten zu allen juristischen Personen aufgeführt sind, sprich Unternehmen mit der Rechtsform UG, GmbH oder AG.

Als Kleingewerbe-Betrieb oder als GbR muss hingegen kein Eintrag im Handelsregister vorgenommen werden, wenn das Unternehmen nicht auf kaufmännische Art und Weise eingerichtet ist. Die genaue Festlegung diesbezüglich erfolgt anhand der folgenden Gesichtspunkte:

  • das Kapital
  • die Art der Geschäftsräume
  • der (branchenabhängige) Jahresumsatz
  • die Verpflichtung zur doppelten Buchführung (verpflichtend ab einem Umsatz von 500.000 Euro und einem Gewinn von 50.000 Euro)
  • die Anzahl, Art und Umfang der Geschäftsaktivitäten
  • die Inanspruchnahme/Gewährung von Darlehen
  • die Zahl der Beschäftigen und Art der Tätigkeiten


Wenn Ihr Betrieb eintragungspflichtig ist und Sie den Eintrag in das Handelsregister versäumen, ist das Amtsgericht zur Durchsetzung des Eintrages berechtigt, teilweise auch in Form eines Zwangsgeldes.

Was kostet der Handelsregistereintrag?

Für die Eintragung ins Handelsregister benötigen Sie einen Notar, damit dieser die Anmeldung öffentlich beglaubigt, bevor sie beim Handelsregister eingereicht werden kann. Dabei entstehen zum einen Kosten für den Notar und zum anderen Gebühren des Registergerichts für die Eintragung bzw. Veröffentlichung. Dabei ist es bei einem Einzelunternehmen ratsam, den Handelsregistereintrag möglichst rasch vorzunehmen bei einem noch niedrigen Unternehmenswert, da sich die Höhe der Notarkosten nach dem Betriebsvermögen richtet.

Möglichkeit zur freiwilligen Eintragung

Sie haben als Einzelunternehmer die Möglichkeit, Ihren Betrieb freiwillig ins Handelsregister eintragen zu lassen, auch wenn eigentlich keine Notwendigkeit gemäß den Kriterien einer Eintragung besteht (Kann-Kaufmann). Die folgenden Vor- und Nachteile könnten sich dabei für Ihr Unternehmen ergeben:

Vorteile, die sich für Sie bei einer Eintragung ergeben: Sie lassen eine gewisse Größe Ihres Betriebes erkennen, Sie genießen bei Geschäftspartnern und Banken besonderes Vertrauen, Sie wirken professioneller als eingetragener Betrieb, die Bestellung von Prokuristen ist möglich und der Firmenname darf vom Inhabernamen abweichen.

Nachteile, die sich bei einer Handelsregistereintragung für Sie ergeben, sind z.B. die Kosten für den Eintrag, der erhöhte Beitrag bei der IHK, die strengeren Geschäftsverkehr-Regeln und die Verpflichtung zur doppelten Buchführung, wodurch wiederum zusätzliche Kosten entstehen.
 

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