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Berufsgenossenschaft

Die Kernaufgaben der gesetzlichen Unfallversicherung liegen in der Prävention, Rehabilitation und Entschädigung. Die Berufsgenossenschaften Unfallkassen sind dabei die Versicherungsträger. Primär sollen Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren verhindert werden. Wenn jedoch ein Versicherungsfall vorliegt, wird eine umfassende medizinische Versorgung zur Wiederherstellung der Gesundheit und der Arbeitskraft bereitgestellt sowie eine Entschädigung für die Versicherten, in Form einer Unfallrente oder eines Verletztengeldes, aber auch der Hinterbliebenen geleistet.

Die Mitgliedschaft eines Unternehmens in der branchenspezifischen Berufsgenossenschaft ist gesetzlich geregelt. Die jeweilige Berufsgenossenschaft wird automatisch über die Gründung eines Unternehmens durch das Gewerbeamt in Kenntnis gesetzt, jedoch sollte man besser auch selbst die Berufsgenossenschaft informieren.

Für wen gilt die Unfallversicherung?

Grundsätzlich sind alle Arbeitnehmer und Auszubildende gesetzlich unfallversichert. Aber auch Schüler und Studenten, Kinder in Kindergärten/-tagesstätten, Blut- und Organspender, Katastrophenschutzhelfer und Landwirte sind gleichermaßen versichert.

Bei Selbstständigen besteht normalerweise kein Unfallversicherungsschutz, jedoch die Möglichkeit einer freiwilligen Absicherung.

Als Selbständiger sind Sie in der Regel nicht gesetzlich unfallversichert, können sich aber freiwillig versichern. Eine Ausnahme hierzu bildet die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege – selbständige Krankengymnasten, Physiotherapeuten, Masseure, Fußpfleger, Hebammen, Bademeister, Logopäden, Kranken- und Altenpfleger sind z.B. pflichtversichert.

Was wird von der Unfallversicherung abgedeckt?

Die Berufsgenossenschaften erbringen Entschädigungs- und Rehabilitationsleistungen im Rahmen der Unfallversicherung. Diese Leistungen umfassen:

  • ein Pflegegeld im Falle einer Pflegebedürftigkeit
  • das Verletztengeld mit bis zu 80 % des Bruttogehalts, bzw. höchstens der Nettolohn, für die Zeit, in der keine Gehaltszahlung erfolgt, bis zu 78 Wochen
  • soziale Rehabilitationsleistungen, vor allem hinsichtlich psychosozialer Betreuung, Rehabilitationssport, Wohnungshilfe, Kraftfahrzeughilfe und Haushaltshilfe
  • die Kosten der Heilbehandlung, sprich Krankenhausaufenthalt, Ärzte, Verbands, Heilmittel- und Arzneimittel
  • eine Berufshilfe, d.h. wenn man seinem Beruf nicht mehr nachgehen kann und eine Umschulung oder Ausbildung erforderlich ist, dazu erhält man auch ein Übergangsgeld
  • eine Rentenabfindung, falls sich die Erwerbsfähigkeit um 40 % oder mehr reduziert hat und bei vollendetem 18. Lebensjahr
  • eine Hinterbliebenenrente, die nach Erwerbs- bzw. Berufsfähigkeit, Alter und Anzahl der Kinder bemessen wird
  • eine Verletztenrente im Falle, dass die Erwerbsfähigkeit durch einen Unfall oder eine Berufskrankheit über 20 % und für eine Dauer von mindestens 26 Wochen eingeschränkt ist
  • ein Sterbegeld für die Hinterbliebenen, wenn es sich um einen Unfalltod handelt
  • eine Waisenrente, bemessen am Jahresarbeitsverdienst des Verstorbenen, mit 30 % für Vollwaisen und 20 % für Halbwaisen
 

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